Servicezeit Superfoods – mein Drehtag beim WDR 6


Letzte Woche war ich in Köln und wurde als Superfood-Expertin vom WDR gefilmt. Ein tolles Erlebnis – besonders interessant war es mitzuerleben , wie die Profis arbeiten. Das Rezept für die dort gekochten Kohlrouladen gibt es natürlich auch!

Aber ich fange mal ganz von vorne an. Vor zwei Wochen klingelte bei mir das Telefon – ein freundlicher Herr vom WDR war dran. Er hatte mein Video zum Thema Superfoods gesehen und hat mir angeboten, bei einem Beitrag der WDR Servicezeit mitzumachen. Natürlich habe ich sofort zugesagt, ins schöne Köln zu kommen.

Der Tag ging früh los, viel zu früh für meinen Geschmack. Da Köln über 300 km von meinem kleinen Nest in der tiefsten Pfalz entfernt ist, lagen erst mal 3 Stunden Anreise vor mir. Zum Glück kam mein Herzallerliebster mit zum Dreh und war so lieb, das fahren zu übernehmen.

In Köln angekommen, ging es erst mal zu einem Bioladen in der Innenstadt. Dort lernte ich Philipp, den Realisator (nicht zu verwechseln mit Terminator), Arne, der Kameraprofi und Gemma, die Tonfrau kennen. Zu meiner großen Erleichterung (ich war so nervös!), waren alle drei sehr nett und entspannt.

Dann wurde erst mal jede Menge gefilmt. Zwischen den Regalen hin- und her laufen, Produkte aus dem Regal nehmen, anschauen und in den Einkaufskorb legen, und Philipps Fragen zum Thema Superfoods beantworten. Es war spannend zu sehen, mit wie viel teurer, komplexer Technik gearbeitet wurde. Auch die vielen unterschiedlichen Winkel, die Arne nutze waren interessant. Natürlich werde ich mir nach einem Drehtag nur wenig davon für meinen Kanal abschauen können, aber es war auf jeden Fall sehr inspirierend.

Als das geschafft war, hatte ich kurz Pause und ein paar Kunden des Bioladens konnten die Chance nutzen, ins Fernsehen zu kommen. Sie wurden zu Superfoods befragt und ich fand es toll, wie reflektiert und intelligent die Antworten waren – und das so ganz spontan, ohne jede Vorbereitung.

Der verschwundene Wochenmarkt

Danach fuhren wir nach Köln Ehrenfeld, um dort auf dem Wochenmarkt zu drehen. Leider war dieser aus mysteriösen Gründen nicht existent, so dass wir spontan auf einen kleinen Gemüsestand ausgewichen sind. Dort wurden dann Kohl, Brokkoli und Äpfel angeschaut, berührt und beschnuppert, bis Arne der Kameramann zufrieden war.

Dann wurden noch ein paar kleine Zwischensequenzen für die Übergänge gefilmt. Zum Beispiel wurden die Superfoods aufgestapelt und ich durfte mit dem Arm voll Superfoods von links nach rechts laufen. Gar nicht so einfach, zum 10. Mal totaaaal natürlich irgendwo her zu laufen und dabei bloß nicht in die Kamera zu schauen!

Nach dieser ganzen Arbeit waren wir alle hungrig. Wir machten bei einem türkischen Imbiss Pause, der ein großes Angebot an veganen Speisen hatte. Scharfes Dürüm und Köfte aus Weizen, lecker!

So gestärkt ging es dann in den Norden von Köln, in die Küche von Maike. Maike ist eine Mitarbeiterin der Produktionsfirma, die so freundlich war, uns ihre Küche zur Verfügung zu stellen. Sie begrüßte uns total offen und servierte uns erst mal einen Kaffee, bevor wir uns wieder an die Arbeit machten.

Nach ein paar technischen Störungen (irgendwas beim Ton hat Störgeräusche gemacht), fragte Philipp mich weiter aus. Diesmal war ich etwas entspannter als im Bioladen, inzwischen kannte ich ja den Drill. Dann ging es ans kochen. Ziemlich spontan hatten wir uns entscheiden Rouladen aus Spitzkohl mit einer Linsen-Curry-Füllung zu zaubern. Eigentlich hatten wir ja geplant, das heimische Superfood Grünkohl zu verwursten, aber leider hat die Saison noch nicht angefangen.

Spaß mit Spitzkohl

Dann also Spitzkohl! Das Kochen ging gut über die Bühne, aber danach sollte ich noch dabei gefilmt werden, wie ich das ganze probiere. Vielleicht kann man sich vorstellen, wie schwierig es ist, genüsslich zu essen, während fünf Leute und eine große Kamera dabei zuschauen. Dabei durfte ich dann noch kurz und knackig ein Schluss-Statement abgeben – hab ich geschwitzt!

Als das alles im Kasten war, hatte ich es dann aber geschafft. Die Crew nahm meinen Liebsten und mich noch mit in die Stadt, wo wir uns vor der Heimfahrt noch kurz den Kölner Dom zu Gemüte führten.

Alles in allem war es ein sehr spannender Tag, bei dem ich viel über das Filme machen lernen durfte. Danke nochmal an alle Beteiligten – der Tag mit euch hat mir riesigen Spaß gemacht!

Der Beitrag läuft am 8.10. ab 18.20 Uhr und ist ab dann in der Mediathek zu finden.

Und hier sind ein paar Eindrücke vom Dreh:

 

Kohlrouladen mit Curry-Linsen

1 Kopf Kohl, z.B. Spitzkohl, Weißkohl
1 Tasse rote Linsen
200g Tofu, geräuchert
5-8 getrocknete Tomaten, in Öl eingelegt
Currypulver, indisch & scharf
Salz & Pfeffer
Öl zum anbraten

Für die Füllung:
Die Linsen mit der doppelten Menge Wasser einige Minuten kochen, bis sie weich sind.
Den Tofu in die Linsenmasse bröseln und mit den klein geschnittenen Tomaten mischen.
Mit Currypulver, Salz und Pfeffer abschmecken.

Der Kohl:
Blätter vorsichtig abtrennen und waschen. Den harten Stiel abschneiden. 2-3 EL der Füllung auf das untere Drittel des Kohlblatts geben und dann einrollen. Mit einem Stück Schnur oder Spießen befestigen.
Kurz von beiden Seiten anbraten und zum Beispiel zu Salat und Kartoffeln servieren. Dazu passt gut eine dunkle Sauce.

Achtung, dieses Rezept ist etwas experimentell, eventuell muss man die Zutaten und Mengen variieren! Wer möchte kann die Kohlblätter vorm einrollen noch kurz blanchieren, dann sind sie weniger widerspenstig. Man könnte auch mehrere Rouladen in eine Auflaufform legen und mit etwas Brühe backen. Wer die gesunden Inhaltsstoffe nicht zerkochen möchte, kann einen Teil des Kohl auch zu einem grünen Smoothie verarbeiten.

Guten Appetit!


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