Das große Weihnachts-Dinner


Wer Weihnachten gerne rein pflanzlich genießen möchte, muss meist selbst den Kochlöffel schwingen. Dieses Menü begeistert garantiert die ganze Familie!

Ein paar Worte zur Planung

Natürlich ist so ein vier Gänge Menü etwas aufwändiger, aber es gibt ein paar Tipps, damit man nicht den ganzen Tag in der Küche steht.

Am Vortag kann man gut den Kloßteig vorbereiten und die Linsen und Hirse für die Festtagsbällchen vorkochen. Das Mousse au cocolat sollte auf jeden Fall am Vortag zubereitet werden, weil es erst nach einer Nacht im Kühlschrank besonders luftig und cremig schmeckt.

Die Salatsauce, Schokosauce (für die Festtagsbällchen) und Plaumensauce (für die Auberginenröllchen) können auch am Vortag oder vormittags vorbereitet werden.

Jetzt geht es aber an die Rezepte!

Erster Gang: Feldsalat mit Feigen und cremiger Cashewsauce

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Zutaten:

Feldsalat (Menge je nach Personen)
1 frische Feige pro Personen

Dressing:

1 Tasse Cashewkerne
2 EL Weißweinessig
1 TL Olivenöl
1 Knoblauchzehe
3 TL Gemüsebrühe
einige Spritzer Zitronensaft
Kräuter z.B Petersilie

Die Cashewnüsse für 1-2 Stunden in kaltem Wasser einweichen. Alle Zutaten (außer die Kräuter) mit einem Mixer oder Stabmixer fein pürieren, dann Kräuter dazu geben.
Das Rezept habe ich hier geklaut.

Zweiter Gang: Französische Zwiebelsuppe

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Zutaten:

500g Zwiebeln
Baguette
2 Zehen Knoblauch
40 g Margarine
20 g Mehl
1 Liter Gemüsebrühe
1/4 Liter Weisswein
Salz & Pfeffer

 

Zuerst wird der Knoblauch gehackt und die Zwiebeln in feine Ringe geschnitten. Beides wird dann in Margarine angebraten, bis die Zwiebel glasig werden. Dann mit Mehl bestäuben, umrühren und ein paar Minuten anschwitzen lassen. Das ganze wird dann mit Gemüsebrühe (und Weißwein) abgelöscht. Noch 20 Minuten kochen lassen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Das Baguette habe ich auch kurz in der Pfanne angetoastet.

Ich habe statt Weißwein einfach mehr Gemüsebrühe genommen, aber das ist natürlich Geschmackssache. Bei einer klassischen französischen Zwiebelsuppe wird das Brot noch mit Käse überbacken, was ich für mein Menü jetzt etwas zu überwältigend fand. Immerhin soll man zur Hauptspeise auch noch etwas Appetit übrig haben.

Das Rezept habe ich hier geklaut.

 

Dritter Gang: Auberginen-Rouladen und Festtagsbällchen, dazu Klöße und Rotkohl

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Kartoffelklöße

800g Kartoffeln, mehlig kochend
200g Kartoffelmehl
1,5 TL Salz
~160 ml lauwarmes Wasser

Die Kartoffeln werden geschält, gewürfelt und gekocht. Ich habe sie einfach mit einem Kartoffelstampfer zerkleinert, allerdings wird der Teig dadurch etwas grob. Also lieber ein bisschen ausführlicher durchkneten!

Kartoffelbrei mit Salz und Mehl mischen und dann je nach Konsistenz lauwarmes Wasser hinzugeben.

Der Teig wird dann geformt und ca. 20 Minuten in heißem Salzwasser ziehen lassen. Die fertigen Klöße schwimmen an der Oberfläche. Das Rezept hab ich hier gefunden.

 

 

Auberginen-Maronen-Rouladen mit Pflaumensauce

Diese Röllchen sind der absolute Hit bei meiner Familie und ich mache sie jetzt das dritte Jahr in Folge, weil alle immer so begeistert davon sind. Das Rezept stammt von Josita Hartanto, der Köchin des Berliner Restaurants Lucky Leek. Da ich dort das vielleicht beste Essen meines Lebens genießen durfte, war ich nicht überrascht, dass dieses Rezept von ihr so wahnsinnig gut ist.

Zutaten:
1 große Aubergine
Olivenöl
Salz
120 g gegarte Maronen
250 g getrocknete Tomaten (in Öl, abgetropft)
2 EL weißen Balsamico
1 kleines Bund Basilikum

Aubergine mit einem scharfen Messer längs in etwa vier Millimeter dicke Scheiben schneiden. Salzen und mit Olivenöl einreiben. Fünf Minuten ziehen lassen. Für die Füllung Maronen, Tomaten, Essig und Basilikum in der Küchenmaschine fein zerkleinern. Jeweils etwas Füllung auf den Auberginenscheiben verteilen und aufrollen. Mit der offenen Seite nach unten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Bei 200 Grad im Ofen 10 bis 15 Minuten backen.

Pflaumensauce:
250 g rote Pflaumen
4 EL Weißweinessig
5 cm Ingwer
2 EL Zucker
2 Anissterne
(1/2 Chilischote)

Pflaumen entsteinen, Ingwer fein reiben. Alles in einem kleinen Topf etwa 10 Minuten köcheln lassen und pürieren.

 

Festtagsbällchen
Die Bällchen sind ein bisschen aufwändiger, aber schmecken wunderbar herzhaft und saftig.
Ich habe das Rezept vor Jahren auf einem Blog gefunden und mir zum Glück in eins meiner Kochbücher geschrieben – der Blog ist nämlich inzwischen offline. Da es ein amerikanisches Rezept ist, sind leider Tassen die Einheit.
Ich nehme immer meinen Lieblings-Kaffeebecher und messe alles mit ihm ab – klappt wunderbar.

Zutaten:
1 Tasse Walnüsse
1/2 Tasse Hirse
1/3 Tasse rote Linsen
1 Tasse Pilze, z.B. Portobella
1/2 Tasse Zwiebeln
1/2 Tasse Semmelbrösel
Sojasauce
Muskatnuss
Salz & Pfeffer

Die Hirse und die roten Linsen werden mit 2 Tassen leicht gesalzenem Wasser gekocht.
Zwiebeln und Pilze werden gehackt und gemeinsam mit etwas Öl angebraten.
Wenn sie abgekühlt sind, werden sie fein püriert.
Die Walnüsse werden gemahlen und dann in einer großen Schüssel mit Hirsen, Linsen, Zwiebeln, Pilzen und Semmelbröseln vermengt – das klappt am besten mit den Händen.
Dann wird das ganze mit den Gewürzen und der Sojasauce abgeschmeckt.

Jetzt kann man Bällchen formen und auf Backpapier legen. Die Bällchen brauchen bei 180°C etwa 30 Minuten und sollten zwischendurch gedreht werden.

 

Schokosauce

Diese herbe Sauce passt wunderbar zu den Festtagsbällchen und schmeckt auch zu den Klößen sehr fein.

Zutaten:

250 g Schalotte
2 EL Öl
1 EL Tomatenmark
250 ml trockener Rotwein
400 ml Gemüsebrühe
75 g Zartbitter-Schokolade
1–2 EL dunkler Balsamico-Essig
2–3 TL Speisestärke

 

Schalotten schälen und in Streifen schneiden. Öl in einem Topf erhitzen. Schalotten darin unter Wenden ca. 5 Minuten braun rösten. Tomatenmark unterheben und 2–3 Minuten weiterrösten. Mit Salz würzen und mit 1 TL Zucker bestreuen. Zucker etwas karamellisieren lassen. Mit Rotwein und Gemüsebrühe ablöschen, Bratsatz lösen. Sud ca. 30 Minuten köcheln, dabei immer wieder mit Wasser auffüllen.
Schokolade hacken. Sud durch ein Sieb in einen anderen Topf gießen, auf ca. 500 ml einkochen. Schokolade darin unter Rühren schmelzen, Essig zugeben, aufkochen. Stärke und wenig Wasser verrühren. Sud damit leicht binden, aufkochen, mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken.

Auch hier wurde das Original-Rezept ein bisschen abgewandelt und veganisiert. Mein Liebster hat die Sauce gemacht und sowohl Rosinen als auch Rotwein weggelassen, die im Original verwendet werden. Außerdem haben wir die Sauce nicht durch ein Sieb gegeben, sondern die Zwiebeln mit gegessen – man kann nie zu viele Zwiebeln essen!

 

Vierter Gang: Weihnachtliches Mousse au Chocolat

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Zutaten:

1 Dose Kichererbsen oder Kidneybohnen
1/2 TL Johannisbrotkernmehl
1/2 TL Weinsteinbackpulver
100 g Zartbitterkuvertüre
2 EL Puderzucker
1 TL Vanilleextrakt
1 TL Lebkuchengewürz

 

Am besten eignen sich hier Bioprodukte für die Kichererbsen, zum Beispiel aus dem dm-Markt, da sie nur die Hälfte an Salz haben. Und keiner will einen versalzenen Nachtisch, oder?

Die Flüssigkeit aus der Dose abgießen (aus den Kichererbsen kann man ein tolles Curry oder Hummus machen!) und gemeinsam mit Weinsteinbackpulver und Johannisbrotkernmehl aufschlagen. Dafür braucht ihr unbedingt einen elektrischen Mixer, das funktioniert leider nicht allein mit Muskelkraft.

Nach 5 Minuten den Puderzucker, Vanilleextrakt und Lebkuchengewürz dazugeben und nochmal 5 Minuten aufschlagen. Dann die Schokolade im Wasserbad schmelzen, etwas abkühlen lassen und unter das Aquafaba mischen. Dann auf Dessertschälchen verteilen und über Nacht im Kühlschrank lassen. Im Originalrezept steht, das Rezept reiche für 2 Personen. Wir haben es mit vier Leuten nicht aufgegessen, auch weil man nach drei Gängen nicht mehr wirklich ausgehungert ist.

 

 

Das ist mein etwas aufwändiges, aber super leckeres Weihnachtsmenü. Am besten kocht man direkt mit mehreren Leuten und dreht dazu kitischige Weihnachtsmusik laut auf :)

Ich wünsche euch viel Spaß beim kochen und genießen – und wunderschöne Feiertage!

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